Rechtsberatung aus Reutlingen - Ihre Rechtsanwaltskanzlei Reetzke Reutlingen Im Laisen

Was ist eine Erstberatung?

Eine Erstberatung ist das, was das Wort sagt, nämlich eine erste Beratung zu Ihrem rechtlichen Problem.

Eine Erstberatung kann in einem persönlichen Gespräch mit dem Rechtsanwalt oder auch telefonisch erfolgen.

Was bringt eine Erstberatung?

Erstberatungen dienen dazu, sich über rechtliche Sachverhalte Informationen einzuholen und Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen.

Eine Erstberatung bedeutet jedoch nicht, dass eine Tätigkeit in der Sache stattfindet, d. h., es erfolgen keine Schriftsätze an die Gegenseite, auch werden keine Akten bei Behörden angefordert. Eine Erstberatung ist lediglich ein erstes Gespräch zu einem rechtlichen Problem.

Was kostet eine Erstberatung?

Schon für lediglich 190,00 € zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer hat der Gesetzgeber vorgesehen, für Verbraucher eine Erstberatung durchzuführen.

Kein Geld – kein Anwalt?

Sollte es Ihnen Ihre finanzielle Situation nicht erlauben, besteht grundsätzlich die Möglichkeit auch die Erstberatung und gegebenenfalls die weitere anwaltliche Tätigkeit durch Inanspruchnahme der entsprechenden gesetzlichen Gegebenheiten in Form der Beratungshilfe und gegebenenfalls auch der Prozesskostenhilfe zur Abwicklung zu bringen.

Beratungshilfe

Wenn es Ihnen aufgrund Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Situation nicht möglich ist, Ihre Rechte geltend zu machen und für die entstehenden Kosten keine Rechtsschutzversicherung oder dritte Person einsteht, können Sie bei dem für Sie zuständigen Amtsgericht Beratungshilfe beantragen.

Die Beratungshilfe wird ausschließlich für die Wahrnehmung von Rechten außerhalb eines gerichtlichen Verfahrens gewährt.

Wie wird Beratungshilfe beantragt?

Die Beratungshilfe wird nur auf einen Antrag gewährt. Dieser ist in mündlicher oder schriftlicher Form bei dem für Sie zuständigen Amtsgericht zu stellen.

In welchen Fällen wird Beratungshilfe gewährt?

In vielen Fällen kann seitens des Gerichts Beratungshilfe gewährt werden. Hier sind einige Beispiele aufgeführt:

 

  • Kündigung des Arbeitsverhältnisses
  • Geltendmachung einer Forderung
  • Forderungsabwehr
  • Angelegenheiten über Sozialhilfe
  • Familiensachen

 

Was passiert, wenn Beratungshilfe im laufenden Verfahren nachträglich nicht bewilligt wird, Sie Ihre Rechte aber trotzdem durchsetzen wollen?

Sobald Sie anwaltliche Dienstleistungen in Anspruch genommen haben, so haben Sie – sollte der Antrag auf Beratungshilfe seitens des Gerichts abgewiesen werden – als Auftraggeber und Kostenschuldner selbst die gesetzlichen Gebühren des Rechtsanwalts zu bezahlen.

Was ist Prozesskostenhilfe?

Die Prozesskostenhilfe ist gleich, wie die Beratungshilfe für Menschen gedacht, welche aufgrund Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Situation nicht in der Lage sind, ihre Ansprüche durchzusetzen oder sich gegen Ansprüche zu verteidigen.

Die Prozesskostenhilfe wird ausschließlich für die Wahrnehmung von Rechten innerhalb eines gerichtlichen Verfahrens gewährt.

Wem wird Prozesskostenhilfe bewilligt?

Prozesskostenhilfe wird gewährt, wenn Sie aufgrund Ihrer Situation die Kosten der Prozessführung (Gerichtskosten, Kosten des eigenen Anwalts, etc.) nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen können, die beabsichtigte Rechtsverfolgung Aussicht auf Erfolg hat und nicht mutwillig ist.

Wie wird Prozesskostenhilfe beantragt?

Der Antrag auf Prozesskostenhilfe ist in schriftlicher oder mündlicher Form zu Protokoll gegenüber der Geschäftsstelle des für den Rechtsstreit zuständigen Prozessgericht zu stellen.

Ihre persönliche und wirtschaftliche Situation ist dem Gericht glaubhaft zu machen.

Was passiert, wenn Ihnen PKH bewilligt wurde, Sie den Prozess jedoch verlieren?

Im Falle eines Prozessverlustes sind die dem Gegner entstandenen Kosten sowie die Kosten des gegnerischen Rechtsanwalts von Ihnen selbst zu tragen.

Lediglich die eigenen Rechtsanwaltskosten sowie Gerichtskosten sind durch die Prozesskostenhilfe abgedeckt.

Gesetzliche Gebühren

Sobald Sie einen Rechtsanwalt beauftragen, entstehen gesetzliche Gebühren. Diese Gebühren sind im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) festgehalten und der Rechtsanwalt ist angehalten nach diesem Gesetz abzurechnen.

Selbstverständlich können auch individuelle Vereinbarungen im Rahmen einer sogenannten Honorarvereinbarung getroffen werden. Dies hat der Gesetzgeber in § 34 des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes bedacht.

Selbstverständlich geben wir Ihnen bei einem ersten Kennenlernen und nach Einarbeitung in die Sach- und Rechtslage Auskunft über die zu erwartenden Kosten und das eventuelle Prozesskostenrisiko.